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Homo Faber von Max Frisch    
Walter Faber und die Natur (Detailbetrachtung)
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Fach: Deutsch |
Schultyp: Gymnasium Jgst. 12 |
Worte: 241 |
Sprache: Deutsch |
Bewertung:

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Datensatz: 000022 |
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"Homo Faber" von Max Frisch
Walter Faber und die Natur
Faber ist ein sehr rational denkender Mensch, der keinen Sinn für Natur, Kultur und Ästhetik hat. Daher fallen seine Naturbeobachtungen eher nüchtern und naturwissenschaftlich-realistisch aus. Treffend dazu sein Zitat: "Ich bin ein Techniker und gewohnt, die Dinge so zu sehen, wie sie sind." (Seite 24, Zeile 11ff.); "Es sind Felsen, Gestein, wahrscheinlich vulkanisch, das müsste man nachsehen und feststellen [...] keine Dämonen, ich sehe, was ich sehe: die üblichen Formen der Erosion [...] aber keine Gespenster. Es gibt keine urweltlichen Tiere mehr. (Seite 24, Zeile 19ff.)
Walter Faber beobachtet nicht bildhaft, sondern analysierend: "Ich sehe den Mond [...] eine errechenbare Masse, die um unseren Planeten kreist." (Seite 24, Zeile 13ff.)
Obwohl er die Natur immer wieder verdrängt und dagegen ankämpft, hat er oft starke Gefühle, wenn er mit ihr konfrontiert wird. Dies wird vor allem im Dschungel deutlich, da er sich hier besonders unwohl fühlt: "[...] die Molche in jedem Tümpel, in jeder Eintagspfütze ein Gewimmel von Molchen - überhaupt diese Fortpflanzerei überall, es stinkt nach Fruchtbarkeit, nach blühender Verwesung." (Seite 51, Zeile 7ff.) Auffällig sind auch seine Beobachtungen der Zopilote, die ihm sehr unangenehm zu sein scheinen. Er schützt sich jedoch vor seinen Gefühlen, indem er sofort eine Erklärung parat hat: "Dabei tun sie uns, solange wir leben, überhaupt nichts, sie stinken nur, wie von Aasgeiern nicht anders zu erwarten, sie sind hässlich und man trifft sie stets in Scharen ..."
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