Die schriftliche Bewerbung
Der Lebenslauf

Außer dem Bewerbungsschreiben, dem "Anschreiben", gehört noch dein Lebenslauf, ein Lichtbild und die Kopien der letzten Zeugnisse dazu. Hierzu noch ein paar Worte:
Der Lebenslauf ist nicht nur eine Datensammlung, sondern auch eine zusätzliche Chance, sich zu präsentieren. Werden bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften verlangt, kannst du im Lebenslauf darauf hinweisen.
Ein Lebenslauf soll in kurzer Darstellung die wichtigsten persönlichen Daten und bisherigen Stationen des Lebens auflisten. Der Lebenslauf hat mehrere Schwerpunkte: die persönlichen Daten, die schulische Ausbildung und Angaben über zusätzliche Kenntnisse und besondere Aktivitäten.
Heute werden nur noch tabellarische Lebensläufe geschrieben: Kein Aufsatz, sondern eine Tabelle. Links die Daten, rechts die Ereignisse. Aber: Keine Regel ohne Ausnahme! Ein Buchhändler wird sich bestimmt über einen Aufsatz freuen. Denn so kann er eher die sprachlichen Fähigkeiten prüfen. Im Zweifelsfall lieber telefonisch nachfragen.
Auch ist es heute üblich, den Lebenslauf mit der Schreibmaschine (bzw. dem PC) zu tippen. Die früher übliche Handschriftenprobe wird nur noch selten verlangt. Wie weit du Auskunft über deine Familienverhältnisse geben willst, musst du selbst entscheiden. Einen Wohnortwechsel und ein dadurch bedingtes Nachlassen in der Schule solltest du aber ruhig anführen. Wenn dir etwas unangenehm ist, dann lass es weg.
Checkliste
Der klassische Inhalt und Aufbau eines Lebenslaufs
Name, Vorname
Geburtsdatum
Eltern (eventuell mit Beruf)
Wohnort
Familienstand
Schulausbildung (voraussichtlicher Abschluss)
Besondere Kenntnisse/Fähigkeiten
Hobbys
Datum, Unterschrift
Dein Lebenslauf sollte keine zeitlichen Lücken aufweisen. Spätestens im Vorstellungsgespräch wirst du ohnehin danach gefragt. Wenn du die Schule öfter gewechselt hast, dann nenne die Gründe dafür (soweit sie kein schiefes Bild abgeben). Längere Fehlzeiten sollten erklärt werden. Wer seinen Wehr- oder Zivildienst bereits hinter sich hat, führt das ebenfalls im Lebenslauf an.
"Sich ein Bild von jemandem machen können". Im ganz wörtlichen Sinne möchten die Firmen natürlich auch das von den Bewerbern. In Großbetrieben, bei vielleicht 865 Bewerbungen, achtet niemand im ersten Durchsehen auf das Bild, da zählen andere Kriterien. In einem kleineren Betrieb sieht das schon anders aus. Wenn dann noch ein gepflegtes Äußeres gewünscht und erforderlich ist, spielt das Foto schon eine wichtige Rolle.
Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben: Bitte kein Automatenfoto! Zu einer seriösen und kompetenten Bewerbung gehört ein echtes Bewerbungsfoto vom Fotografen. Das darf ruhig ein kleines bisschen größer sein als das Passfoto aber nicht größer als 7x10 cm. Schreibe auf die Rückseite des Bildes deinen Namen, damit man das Bild auch deinem Schreiben zuordnen kann, falls mal was durcheinander kommen sollte.
Nie wieder spielen deine schulischen Abschlüsse und Noten eine entscheidendere Rolle als bei der Bewerbung. Schließlich sind es die einzigen vergleichbaren Leistungs- und Eignungsnachweise, die alle Bewerber einreichen. Viele Betriebe unterstellen dabei, dass gute Schüler in der Regel auch ihre Berufsausbildung gut abschließen und im Beruf erfolgreich sind. Dass dabei nicht nur die reinen Zensuren eine Rolle spielen, liegt auf der Hand. Persönliche Bemerkungen im Zeugnis, wie Fehlzeiten oder Unzuverlässigkeit, sind keine Empfehlung.
Das Problem aller Bewerber ist, dass keiner weiß, welche Wertmaßstäbe die einzelnen Betriebe anlegen. Welche Folgerungen und Schlüsse ziehen die Ausbilder aus persönlichen Bemerkungen? Dabei spielen auch individuelle Ansichten eine große Rolle. Was bedeutet das für dich? Je besser die Noten, je qualifizierter der Abschluss, um so besser die Chancen.
Wer jetzt meint, mit seinen Noten oder seinem Abschluss nicht zurecht zu kommen, sollte sich überlegen, wie man dennoch zum Ziel gelangt.
Welche Möglichkeiten bleiben offen:
Bleibt genug Zeit, die Noten zu verbessern?
Welche außerschulischen Weiterbildungsmöglichkeiten können genutzt werden?
Gibt es Ausweichmöglichkeiten, die zu den Noten passen und auf einem Umweg zum Ziel führen?
Du wirst in Erfahrung bringen müssen, welche Zeugnisse und sonstigen Leistungsnachweise du dem Bewerbungsschreiben beilegen musst. Lasse dann Kopien anfertigen und ggf. Beglaubigen.
Eventuell gibt's ja noch etwas, dass deine Bewerbung ein wenig "pushen" kann?! - Hilfreich ist dabei Insiderwissen.
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