Die schriftliche Bewerbung
Das Anschreiben

Für dich wird die schriftliche Bewerbung wohl einer der ersten Geschäftsbriefe sein, den du aufsetzt. Die Gepflogenheiten bei solchen Briefen sind nicht allzu kompliziert:
Wichtig ist grundsätzlich ein korrektes Deutsch. Auch wenn man sich "nur" für einen handwerklichen Beruf bewirbt, gehört es zu den absoluten Minimalanforderungen für jede Bewerbung. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, lass deinen Brief Korrektur lesen. Am besten fragst du dazu deinen Deutschlehrer, denn der kann dir dein Schreiben nicht nur sprachlich sondern korrigieren, sondern dir auch bei der Form helfen.
"Ich verlasse die Schule am ... und möchte am ... eine Lehre in dem und dem Beruf beginnen", so kann eine korrekte Bewerbung formuliert sein. Lass überflüssiges Gerede und leere Phrasen weg - die kosten den Personalchef nämlich nur Zeit. Und von seiner Zeit gibt er dir beim Lesen deiner Bewerbung nur wenig.
Treibe nicht zu viel Aufwand: Formulierungen, wie "Ihre geschätzte Firma..." oder "ich bitte untertänigst um..." sind für den Papierkorb. Sie sind altmodisch und werden nicht gerne gelesen - vom Bewerber wird Sachlichkeit verlangt.
In deinem Schreiben gibst du deine Fähigkeiten und Kenntnisse, die für deinen Berufswunsch von Belang sind, an. dein Schreiben muss sich auf die Ausbildungsstelle und den Betrieb, bei dem du dich bewirbst, beziehen. Aus dem Text muss hervorgehen, was du von dem Betrieb bzw. deiner zukünftigen Ausbildungsstelle (Arbeitsplatz) erwartest. Außerdem sollte es die wichtigsten Angaben zu deiner Person enthalten.
Checkliste
Das Bewerbungsschreiben sollte folgendes beinhalten:
- Name, Adresse und Telefonnummer des Absender
- genaue Anschrift des Betriebes, ggf. schon mit Ansprechpartner/in
- Betreff (das Wort "Betreff" muss jedoch nicht mehr davor geschrieben werden)
- korrekte Anrede, ggf. eine persönliche sonst: "Sehr geehrte Damen und Herren"
- wodurch du auf den Betrieb aufmerksam geworden bist
- Deine Eignung für den Beruf
- Dein Schulabschluss
- Briefschluss "Bitte teilen Sie mir mit..." oder ähnliche Formulierung
- Gruß ("Mit freundlichen Grüßen", jedoch niemals "Untertänigst" oder "Hochachtungsvoll")
- Unterschrift
- Anlagenverzeichnis
Nun aber mehr zur äußeren Form, denn auch die muss ja stimmen:
- weißes, unliniertes, nicht gelochtes DIN A4 Briefpapier
- deutlich, mit der Schreibmaschine (bzw. dem PC) schreiben
- Blatt nur einseitig Beschreiben (übrigens: Bewerbungsschreiben, die länger als eine Seite sind, gelten als Zumutung!)
- links und rechts etwa drei Zentimeter Rand lassen.
- Unterlagen niemals knicken
- keine Verbesserungen, keine Streichungen vornehmen
- den Text durch Absätze klar gliedern.
Vorsicht vor Mustern! Du solltest deiner Bewerbung eine persönliche Note verleihen. Ein individueller Brief wirkt eben besser als ein Standard-Schreiben. Schließlich bist du gut vorbereitet und informiert, sodass du ruhig auch dein Wissen einbringen kannst. Oder willst du wirklich der dreihundertfünfzigste sein, der eine Bewerbung abgibt die absolut den selben Wortlaut hat, wie alle anderen?
Wenn du das Anschreiben fertig hast, geht's weiter mit deinem Lebenslauf.
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