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Dein erfolgreicher Start

Bevor es losgehtsolltest du erst mal tief durchatmen und dir Gedanken machen wie du deine Zukunft gestalten möchtest. Was willst du machen und wie kannst du dein Ziel erreichen?
Der Wechsel von der Schule ins Berufsleben ist nicht ganze Ohne: die Spielregelen ändern sich nun. Damit du weißt wo es lang geht, stellen wir dir hier alle wichtigen Regeln vor. Denn nur wer sie kennt, kommt sicher durch den Bewerbungsstress. Außerdem kannst du so unglückliche Fehler im schon Vorfeld vermeiden.

 

Deine persönliche Taktik...

...sollte wirklich perfekt auf dich und deinen Typ "zugeschnitten" sein, denn dann ist sie am besten.
Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz geht es nicht darum, sich zu verstellen, um möglichst allen Wünschen des Arbeitgebers zu entsprechen. Vielmehr musst du dich möglichst gut präsentieren. Eine gute Taktik, also kluges und planmäßiges Vorgehen, ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg.
Wenn man sich nämlich richtig beworben und schließlich beim Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck gemacht hat, ist der Erfolg schon fast sicher. Am Ende zählt allerdings immer noch ein wenig Glück dazu, um auch eingestellt zu werden.

 

Wer bin ich - was will ich?

Schon in der Grundschule fragte man dich, was man denn werden möchte, wenn man "groß" ist. Kannst du dich noch daran erinnern, was du geantwortet hast? Tierärztin, Lokomotivführer, Fußballspieler, Pilot oder Feuerwehrmann? - Wahrscheinlich hast du heute einen ganz anderen Berufswunsch, vielleicht sogar überhaupt keine richtige Vorstellung mehr.
Wenn du also eine Ausbildung oder ein Studium beginnen willst, solltest du dir gut überlegen was du machen möchtest.
Dabei gilt es, zwei Faktoren zu beachten: Zum einen deine persönlichen Interessen und Neigungen. Zum anderen deine Eignung. Nicht immer lassen sich Eignung und Neigung klar trennen. Was Spaß macht (Neigung), machst du gerne und solange, wie du es kannst (Eignung). Trotzdem solltest du überprüfen, ob du dem Berufsalltag eines bestimmten Berufes oder Berufsfeldes gewachsen bist. Hierzu genügt es meist schon, wenn du dich einfach einmal mit jemandem unterhältst, der deinen Wunschberuf ausübt. Schnell wirst du merken ob du dich sich den Anforderungen auch gewachsen fühlst.

Um deine Neigungen festzustellen kannst du dich zum Beispiel fragen:
- Was macht mir besonders Spaß?
- Welche Hobbys habe ich?
- Beschäftige ich mich lieber allein oder in einer Gruppe?
- Übernehme ich gerne Verantwortung?
- Liebe ich Ruhe oder Trubel?

Diese Fragen solltest du allerdings sehr selbstkritisch beantworten, um deine Stärken und Schwächen wirklich herauszufinden.
Du solltest besonders darauf achten, einen Beruf anzustreben, in dem deine Stärken zum Tragen kommen. Ein Beruf, der deine Schwächen aufzeigt macht dir das Leben nur unnötig schwer.

 

...darf ich auch was ich will? - Die Vorraussetzungen

Natürlich gibt es neben Eignung und Neigung auch noch andere Vorrausetzungen. Deine gesundheitliche Verfassung oder ein spezielles "Können" sind ebenfalls wichtig. Als Dachdecker musst du zum Beispiel schwindelfrei sein, ein Geigenbauer muss ein gutes Gehör haben, ein Börsenmakler muss rechnen können,... - sonst können alle in ihrem Beruf nicht weit kommen, das ist doch klar!

Last but not least: Der Schulabschluss. Eine der wichtigsten Einstellungskriterien ist ein geeigneter Schulabschluss. Du kannst zum Beispiel mit einem Realschulabschluss (Mittlere Reife) keinen Beruf anstreben für den das Abitur vorrausgesetzt wird. 
Du musst also für dich selbst versuchen einen möglichst guten und hohen Abschluss zu machen. Am besten, du nutzt dazu deine Schulzeit, denn es gehört sehr viel Arbeit und Disziplin dazu, nachträglich (zum Beispiel im Abendgymnasium) ein Abitur zu machen. Meist ist dies auch schwerer als es noch in der Schule gewesen wäre.

Falls du aufgrund deiner Vorrausetzungen nicht für deinen Wunschberuf geeignet bist, ist das absolut kein Grund zu Sorge. Deine "zweite Wahl" muss ja nicht unbedingt eine schlechtere sein. Acht von zehn Jugendlichen, die ihre Lehre nicht in ihrem Wunschberuf beginnen konnten, waren in ihrem "Ausweichberuf" schließlich so zufrieden, dass sie sich beim zweiten Mal gleich für ihn entschieden hätten.

 

Was weiß ich über den Beruf? - Informationen sammeln, aber richtig!

Es ist sehr wichtig, etwas über sich selbst zu wissen und seine Möglichkeiten zu kennen. Jedoch reicht das noch nicht aus, wenn du einen Personalchef überzeugen willst. Du musst zeigen, dass es dir mit dem Job richtig ernst ist!
Indem du deine Kenntnisse über den entsprechenden Beruf aber auch den beruflichen Alltag demonstrierst, zeigst du dein Interesse. Das soll heißen: Informationen beschaffen, denn je besser du über deinen Beruf bescheid weißt, desto besser kannst du auch begründen, warum du ihn erlernen möchtest.

Die erste Anlaufstelle zur Informationsbeschaffung ist das Arbeitsamt - jedoch findest du dort auch nicht immer wirklich Brauchbares. Deshalb haben viele Arbeitsämter spezielle BIZ (Berufs-Informations-Zentrum) eingerichtet. Dort ist man auf "Suchende" wie dich spezialisiert.
Im BIZ kannst du aus Informationsmappen, Videos, Computerprogrammen und Zeitschriften schon sehr viel erfahren. Ein Besuch im BIZ bietet also schon mal eine gute Grundlage für die weitere Informationsbeschaffung. Jedoch reicht das noch nicht aus - Theorie ist ja nicht alles.
Am besten machst du dir selbst einen Eindruck vom Berufsleben, indem du zum Beispiel in den Ferien ein Praktikum machst, oder einen "Tag der offenen Tür", den viele Firmen regelmäßig veranstalten, besuchst.
Schließlich gibt es jährlich stattfindende Messen die Informationsbeschaffung aus erster Hand (nämlich direkt am Messestand einer Firma) ermöglichen.

Bei der ganzen "Informations-Sammelei" empfiehlt es sich, einen Ordner anzulegen. Hier kannst du auch verschickte Bewerbungsunterlagen abheften um so einen Überblick über deinen Start ins Berufsleben zu haben.

Aber zurück zum Personalchef, der ja überzeugt werden will. Er wird sich nämlich zum Beispiel auch dafür interessieren, was du schon über seine Firma weißt. Du solltest dich also genau über den entsprechenden Betrieb informieren. Hierfür kannst du dir Broschüren zuschicken lassen, die Internetseite der Firma besuchen und, was ganz besonders hilfreich ist, mit Mitarbeitern oder Azubis sprechen.

Und hier noch etwas zum Schmunzeln: Eine Stellenanzeigen von heute und eine von 1745.

 
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